Vortrag "Vorsorgevollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung"

Ein Unfall oder eine Krankheit kann eine Lebenssituation plötzlich verändern. Da ist es gut, wenn man für solche Notfälle Vorsorge getroffen hat. „Auch beim Hauskauf stellen die Kunden immer wieder Fragen nach Absicherung und Vorsorge", erklärte Immobilienmaklerin Sigrid Bisschop, die sich im Jahr 2014 mit „Bisschop Immobilien" in Emmerich selbstständig gemacht hat.„So entstand die Idee, einen Infoabend zu diesem Thema zu veranstalten." Am Donnerstag lud sie Kunden und interessierte Bürger in das Restaurant „Companeros" ein.

Gastrednerin Larissa Könighaus, seit 13 Jahren als Anwältin tätig, referierte zum Thema „Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter" und erklärte die Wichtigkeit von Vollmacht, Betreuungs- und Patientenverfügung. „In der Praxis habe ich oft mit Leuten zu tun, die keine Vorsorge getroffen haben und deshalb vor Problemen stehen", sagte die Anwältin, die seit einigen Jahren durch das Gericht auch als Verfahrenspflegerin eingesetzt wird. Als Verfahrenspflegerin vertritt sie vor dem Betreuungsgericht die Interessen und Rechte des nicht mehr selbst geschäftsfähigen Betroffenen.

Wichtig zu wissen: Ehepartner sind keine gesetzlichen Vertreter, auch sie müssen sich gegenseitig bevollmächtigen. Für eine Generalvollmacht, die alle Vermögensrechtlichen und persönlichen Angelegenheiten umfasst, ist ein hoher Grad an Vertrauen erforderlich. Eine Vollmacht sollte immer schriftlich hinterlegt werden, bei einem großen Vermögen oder wenn Haus und Grundstück oder Gesellschaftsanteile zu verwalten sind, sollte man die Vollmacht notariell beurkunden lassen, wobei der Notar auch die Geschäftsfähigkeit des Vollmachtgebers prüft und die Vollmacht damit besser vor späterer Anfechtung geschützt ist.
„Bewahren sie solche Vollmachten im Familienstammbuch auf, damit sie bei Bedarf schnell zur Hand sind und informieren sie ihren Vollmachtnehmer für Notfälle über den Aufbewahrungsort", so der Rat der Anwältin. „Am besten bestimmt man auch, dass die Vollmacht über den Tod hinaus gilt, damit beispielsweise die Beerdigung geregelt werden kann."

Durch Erkrankungen wie einen Schlaganfall und Demenz oder einen Unfall kann jeder unerwartet handlungsunfähig werden. Wenn man für diesen Fall keinen Vertrauten mit einer Vollmacht ausgestattet hat, kann durch ein Gericht ein Betreuer eingesetzt werden, der die Betreuung für die betroffene Person übernimmt. Auch hierbei ist es möglich, noch in gesunden Tagen Einfluss auf die Entscheidung zu nehmen, wer im Bedarfsfall die Betreuung übernehmen soll. Dies geschieht in Form der sogenannten Betreuungsverfügung. Durch diese können Wünsche und Vorstellungen hinsichtlich der Betreuung festgehalten und Personen für diese Tätigkeiten vorgeschlagen werden.

Sehr wichtig sei zusätzlich eine Patientenverfügung, die den Willen bezüglich der Art und Weise der ärztlichen Behandlung für den Notfall bestimmt. „So entscheidet jeder selbst, was er will, und überlässt das nicht seinen Angehörigen, die mit einer solchen Entscheidung meist überfordert sind", sagte Larissa Könighaus, die den Inhalt der Patientenverfügung erläuterte. Diese sei für jeden Arzt verbindlich.

Am Ende des informativen Vortrages appellierte sie an die Zuhörer: „Egal, wie alt sie sind, kümmern sie sich schon jetzt um Ihre Vorsorge, damit sich später nicht eine fremde Person, um Sie kümmern muss, die vielleicht ihre Interessen nicht kennt und damit auch nicht in ihrem Sinne handeln kann."

 


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